Für eine saubere systemische Arbeit sind folgende Grundvoraussetzungen unbedingt notwendig: das gesamtsystemische Verständnis,
das Wissen und Verständnis über systemische Funktionsweisen, das gesamtsystemische Sehen- und Denken-Können, die Wahrung
der intellektuellen und spirituellen Integrität und ganz besonders wichtig, das Verständnis über die universelle Beschaffenheit und die
daraus resultierenden Funktionsweisen des Menschen!
Und für ein neues Gesellschaftssystem müssen die grundsätzlichen Fragen beantwortet werden: Was ist und wie funktioniert ein soziales
System, und hier konkret, ein Gesellschaftssystem? – bzw. – Wie sollte ein Gesellschaftssystem funktionieren und gestaltet sein,
damit sich eine Weiterentwicklung des Bewusstseins der Menschen auch im Systemischen über einen friedlich-demokratischen Prozess
zum Ausdruck bringen kann, und nicht immer wieder aufs Neue erst erbittert erkämpft werden muss wie in den heutigen Demokratien?
Zusammengefasst lässt sich formulieren, dass jedes soziale System, und damit auch ein Gesellschaftssystem, ein Interaktionssystem ist.
Und jede Interaktion funktioniert über bestimmte Reflexions-Prinzipien, was heißt, dass jedes soziale System ein Reflexions-System darstellt.
Aktuell kann jedes System und damit auch jedes derzeitige demokratische System aufgrund seines eindimensionalen institutionellen und
mono-strukturellen Aufbaus ausschließlich nur mit der expliziten Reflexion arbeiten und tut das auch.
Die explizite Reflexion wurde von G. W. F. Hegel formuliert und zum ersten Mal von Karl Marx konkret ins Systemische umgesetzt.
Wobei hier aber gleich differenzierend hinzugefügt werden muss, dass Hegel schon erkannt hat, dass das Explizite eigentlich im Impliziten
begründet liegt, diese Unterscheidung aber noch nicht konkret ausformulieren konnte. Das wiederum hat Marx nicht verstanden, was dazu
führte, dass er nicht erkannte, dass für die Umsetzung seiner gesellschaftlichen Vorstellungen eine Systemtheorie, möglichst natürlich eine
demokratische, als Grundvoraussetzung unbedingt notwendig gewesen wäre. So blieb er dann der festen Überzeugung, dass nur das
Wirtschaftssystem geändert werden müsste, und dann würden sich das System und die Menschen sozusagen naturwüchsig und ganz
automatisch zu einer gesunden Gesellschaft entwickeln, was natürlich grundlegend falsch und vor allem in der Praxis bereits widerlegt ist.
Denn die explizite Reflexion bedeutet in der systemischen Arbeit die explizite Vorgabe von Inhalten, die in ihrer Theorie dann die Menschen
zu einem bestimmten Ziel entwickeln sollen.
Und seit Marx wird bewusst sowie öfters auch unbewusst die explizite Reflexion in systemischen Inhalten und Konzepten als ausschließ-
liches Reflexions-Prinzip angewendet.
In der Praxis bedeutet dieses Reflexions-Prinzip aber nur ein durch das System normativ vorgegebenes Denken und Handeln, was automa-
tisch zu diktatorischen Entwicklungen führt, weil die Menschen in ihren inneren Entwicklungsleveln, in ihren inneren Strukturierungen sowie
in ihrem inneren Denken und Sehen eben nicht alle gleich sind.
Und das bedeutet auch, dass die explizite Reflexion nicht die universelle Sozialität des Menschen erfassen und mit ihr arbeiten kann.
Deswegen können solche Systeme und Inhalte, die ausschließlich nur mit diesem Reflexions-Prinzip arbeiten, die Menschen in ihrem
Inneren auch nicht weiterentwickeln und sind natürlich aufgrund dessen bis dato in der Praxis immer gescheitert, weil die explizite Reflexion
nicht das tatsächliche innere und selbstbestimmte Denken und Sehen der Menschen erfassen kann, denn das tatsächliche innere Denken
und Sehen und damit Bewusstsein der Menschen unterscheidet sich sehr häufig von einem durch das System normativ vorgegebenen
Denken und Handeln.
Johannes Heinrichs ist der erste und bisher einzige Philosoph, der die implizite Reflexion entdeckt und ausformuliert hat!
(Mehr dazu finden Sie unten auf dieser Seite unter dem Link “Downloads und Literatur!”!)
Die implizite Reflexion - und nur die implizite Reflexion - erfasst das tatsächliche innere und selbstbestimmte Denken und Bewusstsein der
Menschen und damit auch ihre universelle Sozialität, im Gegensatz zur expliziten Reflexion.
Damit stellt die implizite Reflexion einen Evolutionssprung für die Systemtheorie, für die systemische Arbeit, ja den entscheidenden
Schlüssel für die Weiterentwicklung von sozialen Systemen dar!
D.h. also, wenn man möchte, dass sich die Weiterentwicklung und das tatsächliche Bewusstsein der Menschen im Systemischen ausdrücken
kann, dann muss ein Politik- und Gesellschaftssystem die implizite Reflexion erfassen und ihr als dann gelebte Reflexion auf einem friedlich-
demokratischen Weg Ausdruck verleihen können.
Und die Wertstufendemokratie ist das einzige System, das die implizite Reflexion erfassen und mit ihr arbeiten kann!
Kein anderes System und auch keine andere Alternative hat auch nur ansatzweise verstanden, was die implizite Reflexion überhaupt ist.
Des Weiteren hat Heinrichs entdeckt und ausformuliert, dass die Menschen auf 4 unterschiedlichen Reflexions-Ebenen und damit über 4
Ebenen der impliziten Reflexion miteinander kommunizieren.
D.h. dann natürlich für die Praxis, dass auch im Systemischen alle vier Reflexions- und damit Kommunikations-Ebenen ihren Ausdruck
finden sollten.
Und die Reflexions-Systemtheorie der Viergliederung bzw. die Wertstufendemokratie ist das einzige Systemkonzept, das mit den 4 Teil-
parlamenten, die eine direkte Ableitung aus diesen 4 Kommunikations-Ebenen darstellen, die Grundvoraussetzungen dafür herstellt!
Die Viergliederung schafft die systemischen Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen, dass das alleinige Mehrheitsprinzip
überwunden und das Wahre und Richtige herausgearbeitet werden kann. Denn in den heutigen Demokratien gilt ausschließlich nur
das alleinige Mehrheitsprinzip, was Koalitionen und dadurch in vielen Fragen Kompromisse erzwingt, die sich aber wiederum aufgrund
des unbedingten Festhalten-müssens an den unterschiedlichen (Partei-)Ideologien inhaltlich häufig nivellierend gestalten, also eben
nicht das Wahre und Richtige herausgearbeitet wird. Diese Nivellierungen zeigen sich besonders deutlich u.a. in Fragen der Bewältigung
des Klimawandels. Denn es zeigt sich natürlich, dass die Bewältigung des Klimawandels auch eine Systemfrage darstellt und bei der
Entwicklung von konkreten Instrumenten die Erhaltung des bestehenden neoliberalen Systems oberste Priorität hat, weswegen diese
Instrumente auch so unzureichend ausfallen und so ausgerichtet sind, dass letztendlich ausschließlich nur der Verbraucher alle Kosten
zu tragen hat, wodurch die soziale Ungleichheit nur vergrößert und verschärft wird.
Diese unbedingte Systemerhaltung zeigt sich insbesondere in der Erhaltung des bestehenden Wirtschaftssystems, dem Neoliberalismus,
aber mit dem jetzigen Wirtschaftssystem ist die Bewältigung des Klimawandels in der notwendigen ganzheitlichen Form nicht möglich.
(Was wiederum auch offenbart, dass es ganz grundsätzlich eben nicht funktioniert, wenn man den Bock mit zum Gärtner machen will,
sowie, dass ein falsch verstandener Pragmatismus zum Scheitern führen kann. Zusammenhänge, die man aktuell besonders in Myanmar,
Kolumbien, Tunesien und auch in Chile nachzeichnen kann.)
Die Wertstufendemokratie hingegen, stellt die notwendigen demokratischen Steuerungsmöglichkeiten für durchgreifende ökologische
Maßnahmen her und kann sie garantieren, und das mit dem notwendigen Blick und Verständnis für das soziale Ganze.
Und durch die wert-gestufte Differenzierung des Systems, wird gleichzeitig, wie dem Ökonomismus, einem weiteren existenziellen
Fehlverständnis vorgebeugt, dem Ökologismus, dem Glauben, dass das soziale Ganze allein nur vom Ökologischen her geregelt und
befriedigt werden kann und der die Grundideologie der allermeisten Grünen Parteien darstellt. Denn was so eine einseitige Politik ohne
den Blick und das Verständnis für das soziale Ganze für desaströse Folgen haben kann, zeigt die Klimapolitik Barack Obama’s in den
USA, die zur extremen Verarmung ganzer Regionen führte, was wiederum mitverantwortlich für die Wahl von Donald Trump war.
Und in Frankreich brachte eine neue Öko-Steuer ohne sozialen Ausgleich das Fass zum Überlaufen und führte zu den sog. “Gelbwesten-
Protesten”. Und in Deutschland hat die Klimapolitik der GRÜNEN u.a. die Energiepreise generell und besonders die der fossilen Energie-
träger künstlich nach oben getrieben (Stichwort: “Preissignale”) sowie die fossilen Energieträger künstlich verknappt, was aufgrund von
fehlenden, weil nicht existierenden, Alternativen u.a. zu vielen Pleiten sowie zu einem zwangsläufigen und überlebensnotwendigen
Abwandern vieler Betriebe in die USA sowie in autokratisch regierte Länder, wie die Türkei, und, daraus resultierend, zu einer breiten
Rezession führte mit dem dazugehörigen Anstieg der Arbeitslosigkeit und Verarmung.
Darüber hinaus werden mit dieser Differenzierung des Systems die rechtlichen und systemischen Rahmenbedingungen geschaffen,
den gesamten Bereich der Digitalisierung sowie den Umgang mit unseren Daten in die notwendige demokratische Behandlung und
Kontrolle zu bringen.